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Logo Tour de France
Endstand nach der 21. Etappe
Gesamtwertung
ESPSpanien Carlos Sastre 87:52:52 h
(40,504 km/h)
Zweiter AUSAustralien Cadel Evans + 0:58 min
Dritter AUTÖsterreich Bernhard Kohl + 1:13 min
Vierter RUSRussland Denis Menschow + 2:10 min
FĂŒnfter USAVereinigte Staaten Christian Vandevelde + 3:05 min
Sechster LUXLuxemburg FrÀnk Schleck + 4:28 min
Siebenter ESPSpanien Samuel SĂĄnchez + 6:25 min
Achter LUXLuxemburg Kim Kirchen + 6:55 min
Neunter ESPSpanien Alejandro Valverde + 7:12 min
Zehnter SLOSlowenien Tadej Valjavec + 9:05 min
Punktwertung
ESPSpanien Óscar Freire 270 P.
Zweiter NorwayNorwegen Thor Hushovd 220 P.
Dritter GermanyDeutschland Erik Zabel 217 P.
Bergwertung
AUTÖsterreich Bernhard Kohl 128 P.
Zweiter ESPSpanien Carlos Sastre 80 P.
Dritter LUXLuxemburg FrÀnk Schleck 80 P.
Nachwuchswertung
LUXLuxemburg Andy Schleck 88:04:24 h
Zweiter CZETschechien Roman Kreuziger + 1:27 min
Dritter ITAItalien Vincenzo Nibali + 17:01 min
Mannschaftswertung
DENDĂ€nemark Team CSC-Saxo Bank 263:29:57 h
Zweiter FRAFrankreich ag2r La Mondiale + 15:35 min
Dritter NEDNiederlande Rabobank + 1:05:26 h
KĂ€mpferischster Fahrer
FRAFrankreich Sylvain Chavanel

Die 95. Tour de France begann am Samstag, dem 5. Juli 2008 in Brest und endete am Sonntag, dem 27. Juli auf der Avenue des Champs-ÉlysĂ©es in Paris. Die GesamtstreckenlĂ€nge betrug 3559,5 km und war damit Ă€hnlich lang wie im Vorjahr; dabei waren insgesamt rund 50.000 Höhenmeter zu ĂŒberwinden.

Gesamtsieger wurde Carlos Sastre vom Team CSC-Saxo Bank. Damit siegte nach Óscar Pereiro (2006) und Alberto Contador (2007) zum dritten Mal in Folge ein Spanier.

Am 3. Juni 2008 wurde bekannt, dass diese Tour de France von der ASO unter Oberaufsicht des französischen Radsportverbands FFC und nicht der UCI ausgetragen werden wird, wie zuvor schon die vom gleichen Veranstalter durchgefĂŒhrten Radrennen Paris–Nizza und Paris–Roubaix.[1] Als Reaktion darauf drohte die UCI teilnehmenden Teams mit Bestrafung und suspendierte den französischen Radsportverband[2][3]. Die Tour de France 2008 wurde aus dem Kalender der UCI ProTour 2008 gestrichen.

Eine Änderung im Reglement war der Wegfall der Zeitgutschriften bei den Zwischensprints und im Etappenziel.

Inhaltsverzeichnis

Bearbeiten Ausgangslage

Bearbeiten Teilnehmerfeld

Am 20. MĂ€rz 2008, gab die ASO die 20 teilnehmenden Teams bekannt. Mit Ausnahme des Teams Astana um Vorjahressieger Alberto Contador wurden alle ProTour-Teams eingeladen. BegrĂŒndet wurde der Ausschluss des Teams Astana mit seiner Verwicklung in den Dopingskandal Fuentes und die aufgedeckten FĂ€lle der ehemaligen Astana-Fahrer Alexander Winokurow und Andrei Kaschetschkin. Die drei Professional Continental Teams Agritubel, Barloworld und Garmin-Chipotle (ehemals Slipstream-Chipotle) erhielten eine Wildcard.

Als Favoriten fĂŒr die Gesamtwertung galten der Tourzweite 2007 Cadel Evans und Alejandro Valverde. Weitere AnwĂ€rter auf das Gelbe Trikot waren Denis Menschow, Vuelta-Sieger 2005 und 2007, Damiano Cunego, Sieger des Giro d’Italia 2004, Kim Kirchen, Siebter des Jahres 2007, sowie die Klassementfahrer vom Team CSC: Carlos Sastre, Vierter bei der Tour 2007 und die Luxemburger Andy und FrĂ€nk Schleck.

Michael Rogers war nach seinem langen Ausfall aufgrund Pfeifferschen DrĂŒsenfiebers nicht am Start. Ihm fehlte die Form fĂŒr eine dreiwöchige Rundfahrt.[4]

Bei den Sprintern fehlten drei prominente Fahrer: Alessandro Petacchi war wegen Dopings gesperrt, Tom Boonen wurde aufgrund eines positiven Kokain-Befundes von den Veranstaltern ausgeladen, und Daniele Bennati sagte das Rennen aufgrund einer AchillessehnenentzĂŒndung ab. Zu den aussichtsreichsten Sprintern im Feld zĂ€hlten Óscar Freire, Thor Hushovd, Erik Zabel, Robbie McEwen, Mark Cavendish, Gerald Ciolek, Robert Förster, Robert Hunter und Jimmy Casper.

Insgesamt starteten 180 Fahrer in 20 Teams.

→ Hauptartikel Fahrerfeld 2008

Bearbeiten StreckenfĂŒhrung

Streckenkarte der Tour de France 2008

Der Veranstalter gab am 25. Januar 2007 die Startorte der ersten drei Etappen bekannt, die alle in der Bretagne liegen. Zum ersten Mal seit 1966 begann die Tour de France nicht mit einem Prolog oder einem Zeitfahren, sondern mit einer gewöhnlichen Etappe. Diese fĂŒhrte von Brest nach Plumelec. Die zweite Etappe fĂŒhrte von Auray nach Saint-Brieuc. Startort der dritten Etappe ist Saint-Malo. Ebenfalls um den Auftakt der Tour 2008 hatte sich DĂ€nemark beworben.[5]

Der komplette Kurs wurde am 25. Oktober 2007 prĂ€sentiert. Die Strecke verlĂ€uft fast ausschließlich durch Frankreich, nur auf der 15. und 16. Etappe machte die Tour einen Abstecher nach Italien. Es gab insgesamt 10 Flachetappen, fĂŒnf Hochgebirgs- und vier Mittelgebirgsetappen sowie zwei Einzelzeitfahren.

Die Tour fĂŒhrte in der 197,5 km langen 1. Etappe ins Landesinnere nach Plumelec. Mit der 2., 3. sowie der 5. Etappe folgten fĂŒr die erste Tourwoche typische Flachetappen, bei denen Massensprints am Ziel sehr wahrscheinlich sind. Das erste Einzelzeitfahren fand am 8. Juli statt und stellt somit die 4. Etappe dar.

Die 6. und die 7. Etappe waren mittelschwer und besaßen bereits einige Berge der 2. Kategorie, wobei die sechste Etappe mit einer Bergankunft (Super Besse, Kat. 2) endete. Die 8. Etappe war eine ÜberfĂŒhrungsetappe mit möglichem Massensprint im Zielort Toulouse.

Die 9., die 10. sowie die 11. Etappe fĂŒhrten durch die PyrenĂ€en. Es folgten drei ÜberfĂŒhrungsetappen. Noch vor dem zweiten Ruhetag am 21. Juli fand die erste Alpenetappe statt. Der Zielort war Prato Nevoso in Italien. Am 22. Juli folgte dann eine sehr schwere Etappe mit zwei Bergwertungen der höchsten Kategorie (hors categorie) und einen Tag spĂ€ter die 17. Etappe – die Königsetappe dieser Tour mit drei Bergwertungen der höchsten Kategorie (hors categorie), darunter auch der berĂŒhmte Col du Galibier – nach L’Alpe d’Huez.

Die Etappen 18 und 19 waren mittelschwer und somit gĂŒnstig fĂŒr Ausreißer(-gruppen). Das Einzelzeitfahren am 26. Juli war dann nochmal die letzte Chance RĂŒckstĂ€nde aufzuholen, auf der letzten Etappe nach Paris ging es dann lediglich noch um den prestigetrĂ€chtigen Etappensieg auf den Champs-ÉlysĂ©es.

Bearbeiten Rennverlauf

Im Ziel der ersten Etappe in Plumelec erreichte Alejandro Valverde als erster mit einer Sekunde Vorsprung das Ziel. Er wurde dadurch erster TrĂ€ger des Gelben Trikots. Die zweite Etappe endete in einem reinen Massensprint, mit Thor Hushovd als Sieger, Valverde blieb im Gelben Trikot. Auch auf der dritten Etappe wurde ein Massensprint erwartet. Jedoch gelang vier Fahrern eine erfolgreiche Flucht, Samuel Dumoulin sprintete zum Sieg. Sein FluchtgefĂ€hrte Romain Feillu fuhr ins Gelbe Trikot. Die vierte Etappe, ein Einzelzeitfahren, gewann Stefan Schumacher, damit ĂŒbernahm er die GesamtfĂŒhrung.

Das Peloton auf der fĂŒnften Etappe.

Die fĂŒnfte Etappe hatte ein flaches Profil. Der 23-jĂ€hrige Mark Cavendish war der Schnellste im Massensprint. Mit einer Bergankunft endete die sechste Etappe. Stefan Schumacher hielt in der Spitzengruppe mit, kam jedoch mehrere Hundert Meter vor dem Ziel zu Sturz. Der Luxemburger Kim Kirchen war der neue TrĂ€ger des Gelben Trikots, den Etappensieg holte sich Riccardo RiccĂČ. Auch die siebente Etappe fĂŒhrte durch die Auvergne. Luis LeĂłn SĂĄnchez konnte sich wenige Kilometer vor dem Ziel absetzen und gewann. Kirchen blieb in gelb.

Am Abend vor der achten Etappe wurde Manuel BeltrĂĄn von seinem Team Liquigas suspendiert. Er wurde nach der ersten Etappe positiv getestet. Auf der zehnten Etappe ĂŒbernahm Cadel Evans das gelbe Trikot von Kim Kirchen. Der Australier fĂŒhrte mit nur einer Sekunde Vorsprung auf den Luxemburger FrĂ€nk Schleck. Vor dem Start der elften Etappe wurde bekannt, dass MoisĂ©s Dueñas nach der vierten Etappe positiv auf EPO getestet wurde. In Dueñas Hotelzimmer fand man unter anderem Spritzen und Blutbeutel. Kurz vor dem Start der zwölften Etappe wurde auch der zweimalige Etappensieger und Spitzenreiter in der Berg- sowie Nachswuchswertung Riccardo RiccĂČ des Dopings ĂŒberfĂŒhrt. Sein Team Saunier Duval-Scott zog sofort das komplette Team und damit auch den Sieger der 10. Etappe Leonardo Piepoli zurĂŒck. Nach der zwölften Etappe erhielt Sebastian Lang das gepunktete und Vincenzo Nibali das weiße Trikot - in beiden Wertungen war zuvor RiccĂČ in FĂŒhrung gelegen.

Die ÜberfĂŒhrungsetappen zwischen den PyrenĂ€en und den Alpen gewannen Kurt-Asle Arvesen, Mark Cavendish (zwei Etappen) und Óscar Freire. Die erste Alpenetappe am Prato Nevoso in Italien konnte Simon Gerrans vor drei weiteren Ausreißern fĂŒr sich entscheiden. Die GesamtfĂŒhrung ĂŒbernahm FrĂ€nk Schleck im Hauptfeld fahrend. Bernhard Kohl, der die Verfolger anfĂŒhrte, errang das gepunktete Trikot als bester Bergfahrer und fuhr auf Rang zwei vor. Nach dem zweiten Ruhetag das Peloton folgte die zweite Alpenetappe – mit dem Dach der Tour, dem Cime de la Bonette-Restefond. Wieder gelang einer Ausreißergruppe die Flucht, es siegte Cyril Dessel. Von den Favoriten konnte Christian Vandevelde am letzten Anstieg nicht folgen. Denis Menschow verlor in der Abfahrt Richtung Ziel eine halbe Minute.

Carlos Sastre unterwegs zum Etappensieg in L’Alpe d’Huez, dem Grundstein zum Gesamtsieg

Die dritte Alpenetappe war die Königsetappe nach L’Alpe d’Huez. Die Favoriten warteten auf den Schlussanstieg. Dort attackierte Sastre. Nur Menschow reagierte, er konnte dem Tempo aber nicht folgen. Sastre siegte mit zwei Minuten Vorsprung, und ĂŒbernahm damit das Gelbe Trikot von seinem Teamkollegen FrĂ€nk Schleck. In der Favoritengruppe konterte Andy Schleck die zahlreichen Angriffe und hielt so die Gruppe zusammen.

Die nĂ€chsten beiden Etappen gewannen Ausreißer – Marcus Burghardt und Sylvain Chavanel. Stefan Schumacher gewann auch das zweite Zeitfahren vor dem Favoriten Fabian Cancellara. Der als stĂ€rkerer Zeitfahrer und Favorit auf den Toursieg eingestufte Cadel Evans konnte nicht genug Zeit auf Sastre gutmachen und musste sich mit ĂŒber einer Minute RĂŒckstand mit Platz zwei im Gesamtklassement begnĂŒgen. Der Bergspezialist Bernhard Kohl verteidigte mit einem neunten Platz im Zeitfahren den dritten Podestplatz. FrĂ€nk Schleck fiel vom zweiten auf den sechsten Gesamtrang zurĂŒck.

Die Schlussetappe auf die Champs-ÉlysĂ©es gewann der Belgier Gert Steegmans im Massensprint.

Bearbeiten EtappenĂŒbersicht

Links zu den Artikeln zu den einzelnen Etappen stehen in der ersten Spalte der Tabelle. Die TrÀger des Gelben Trikots sind jeweils nach Abschluss der Etappe angegeben.

Etappen Typ Tag Start–Ziel km Profil Höhen-
meter [6]
Etappensieger Zeit
(h)
Schnitt
(km/h)
Gelbes Trikot
Gelbes Trikot
01. Etappe Sa., 5. Juli Brest – Plumelec 197,5 Profil 2.300 Alejandro Valverde 4:36:07 42,917 Alejandro Valverde
02. Etappe So., 6. Juli Auray – Saint-Brieuc 164,5 Profil 1.810 Thor Hushovd 3:45:13 43,824
03. Etappe Mo., 7. Juli Saint-Malo – Nantes 208 Profil 1.410 Samuel Dumoulin 5:05:28 40,856 Romain Feillu
04. Etappe EZF Di., 8. Juli Cholet – Cholet 29,5 Profil 265 Stefan Schumacher 0:35:44 49,534 Stefan Schumacher
05. Etappe Mi., 9. Juli Cholet – Chñteauroux 232 Profil 970 Mark Cavendish 5:27:52 42,456
06. Etappe Bergige Etappe/ Bergankunft Do., 10. Juli Aigurande – Super Besse 195,5 Profil 3.310 Riccardo RiccĂČ 4:57:52 39,380 Kim Kirchen
07. Etappe Bergige Etappe Fr., 11. Juli Brioude – Aurillac 159 Profil 2.730 Luis León Sánchez 3:52:53 40,960
08. Etappe Sa., 12. Juli Figeac – Toulouse 172,5 Profil 2.060 Mark Cavendish 4:02:54 42,610
09. Etappe Hochgebirgsetappe So., 13. Juli Toulouse – BagnĂšres-de-Bigorre 224 Profil 3.730 Riccardo RiccĂČ 5:39:28 39,592
10. Etappe Hochgebirgsetappe Mo., 14. Juli Pau – Hautacam 156 Profil 4.250 Leonardo Piepoli 4:19:27 36,076 Cadel Evans
1. Ruhetag Di., 15. Juli –
11. Etappe Bergige Etappe Mi., 16. Juli Lannemezan – Foix 167,5 Profil 2.990 Kurt-Asle Arvesen 3:58:13 42,188
12. Etappe Do., 17. Juli Lavelanet – Narbonne 168,5 Profil 1.390 Mark Cavendish 3:40:52 45,774
13. Etappe Fr., 18. Juli Narbonne – Nümes 182 Profil 1.320 Mark Cavendish 4:25:42 41,099
14. Etappe Sa., 19. Juli Nümes – Digne-les-Bains 194,5 Profil 1.480 Óscar Freire 4:13:08 46,102
15. Etappe Hochgebirgsetappe So., 20. Juli Embrun – Prato Nevoso (ITA) 183 Profil 4.210 Simon Gerrans 4:50:44 37,767 FrĂ€nk Schleck
2. Ruhetag Mo., 21. Juli –
16. Etappe Hochgebirgsetappe Di., 22. Juli Cuneo (ITA) – Jausiers 157 Profil 4.610 Cyril Dessel 4:31:27 34,703
17. Etappe Hochgebirgsetappe Mi., 23. Juli Embrun – L’Alpe d’Huez 210,5 Profil 6.060 Carlos Sastre 6:07:58 34,324 Carlos Sastre
18. Etappe Bergige Etappe Do., 24. Juli Le Bourg-d’Oisans – Saint-Étienne 196,5 Profil 1.790 Marcus Burghardt 4:30:21 43,610
19. Etappe Fr., 25. Juli Roanne – Montluçon 165,5 Profil 1.930 Sylvain Chavanel 3:37:09 45,729
20. Etappe EZF Sa., 26. Juli CĂ©rilly – Saint-Amand-Montrond 53 Profil 355 Stefan Schumacher 1:03:50 49,817
21. Etappe So., 27. Juli Étampes – Paris, Champs-ÉlysĂ©es 143 Profil 1.070 Gert Steegmans 3:51:38 37,041

Bearbeiten Wertungen im Tourverlauf

Die Tabelle zeigt den FĂŒhrenden in der jeweiligen Wertung zu Beginn der jeweiligen Etappe an.

Etappe Gelbes Trikot
Gelbes Trikot
GrĂŒnes Trikot
GrĂŒnes Trikot
Gepunktetes Trikot
Bergtrikot
Weißes Trikot
Weißes Trikot
Gelbe Rundennummer
Teamwertung
Rote RĂŒckennummer
KĂ€mpferischster
Fahrer
02. Etappe Alejandro Valverde Alejandro Valverde1) Thomas Voeckler Riccardo RiccĂČ Caisse d’Epargne Lilian JĂ©gou
03. Etappe Kim Kirchen Sylvain Chavanel
04. Etappe Romain Feillu Romain Feillu2) Garmin-Chipotle William Frischkorn
05. Etappe Stefan Schumacher Thomas Lövkvist EZF: Nicht vergeben
06. Etappe Thor Hushovd Nicolas Vogondy
07. Etappe Kim Kirchen Kim Kirchen3) Sylvain Chavanel Sylvain Chavanel
08. Etappe David de la Fuente Team CSC-Saxo Bank Luis LeĂłn SĂĄnchez
09. Etappe Óscar Freire Laurent Lefùvre
10. Etappe Kim Kirchen3) Andy Schleck Sebastian Lang
11. Etappe Cadel Evans Óscar Freire Riccardo RiccĂČ Riccardo RiccĂČ4) Saunier Duval-Scott RĂ©my Di Gregorio
12. Etappe Sebastian Lang5) Vincenzo Nibali6) Team CSC-Saxo Bank Amaël Moinard
13. Etappe Sebastian Lang Vincenzo Nibali Arnaud Gérard
14. Etappe Niki Terpstra
15. Etappe José Ivån Gutiérrez
16. Etappe FrÀnk Schleck Bernhard Kohl Egoi Martínez
17. Etappe Andy Schleck Stefan Schumacher
18. Etappe Carlos Sastre Peter Velits
19. Etappe Marcus Burghardt
20. Etappe Sylvain Chavanel
21. Etappe Sylvain Chavanel7)
Sieger Carlos Sastre Óscar Freire Bernhard Kohl Andy Schleck Team CSC-Saxo Bank Sylvain Chavanel
  • 1) Philippe Gilbert trug als Zweiter der Sprintwertung das grĂŒne Trikot.
  • 2) Andy Schleck trug als Zweiter der Jungprofiwertung das weiße Trikot.
  • 3) Auf der 7. Etappe trug Thor Hushovd als Zweiter der Sprintwertung das grĂŒne Trikot, auf der 8. & 10. Etappe Óscar Freire.
  • 4) Vincenzo Nibali trug als Zweiter der Jungprofiwertung das weiße Trikot.
  • 5) Nach dem Ausschluss von Riccardo RiccĂČ und dem RĂŒckzug des Teams Saunier Duval-Scott mit dem Zweiten der Wertung David de la Fuente trug auf der 12. Etappe kein Fahrer das Bergtrikot.
  • 6) Vincenzo Nibali war auf der 12. Etappe zunĂ€chst als ErsatztrĂ€ger vorgesehen, doch nach der Suspendierung von Riccardo RiccĂČ war er FĂŒhrender der Jungprofiwertung.
  • 7) Sylvain Chavanel trug als Gesamtsieger dieser Wertung auf der letzten Etappe die rote RĂŒckennummer. Aggressivster Fahrer des letzten Tagesabschnittes war Nicolas Vogondy.

Die Rote Laterne fĂŒr den letzten Platz in der Gesamtwertung wurde zum dritten Mal an Wim Vansevenant vergeben. Vor ihm hat noch kein Fahrer drei Mal Paris als Letzter erreicht.

Bearbeiten Doping

Bearbeiten DopingprÀvention

Alle an der Tour de France teilnehmenden Teams waren verpflichtet, einen „Anti-Doping-Vertrag“ zu unterschreiben, der im Falle des Bekanntwerdens eines Dopingvergehens wĂ€hrend der Tour eine Strafzahlung von 100.000 Euro vorsieht, falls der Fahrer unter Mitwissen des Teams gedopt hat. Die Strafe ist an den französischen Radsportverband zu zahlen. Mögliche Auseinandersetzungen zwischen Teams und Veranstaltern werden vom französischen NOK geregelt. Ob dieser Vertrag mehr juristisches Gewicht hat als die EhrenerklĂ€rung, die bei der letzten Austragung von den einzelnen Fahrern unterschrieben werden musste, ist unklar. Alle 20 teilnehmenden Teams haben den Vertrag unterschrieben.[1][7]

Bearbeiten DopingfÀlle

Nach der siebten Etappe wurde bekannt, dass der Spanier Manuel BeltrĂĄn vor dem Start der ersten Etappe positiv auf EPO getestet wurde. Der Fahrer wurde von seinem Team Liquigas aus dem Rennen genommen und bis zum Bekanntwerden der Ergebnisse der B-Probe vorlĂ€ufig suspendiert. Im Hotelzimmer BeltrĂĄns konnten keine DopingprĂ€parate durch die französische Polizei festgestellt werden.[8] Auch MoisĂ©s Dueñas wurde bei der vierten Etappe positiv auf EPO getestet, gab die französische Anti-Doping-Agentur AFLD vor dem Start der elften Etappe bekannt. Der 27-jĂ€hrige wurde darauf sofort von seinem Team Barloworld suspendiert.[9] DarĂŒber hinaus wurden bei 5 bis 20 Fahrern auffĂ€llige Blutwerte festgestellt.[10][11]

Nach der elften Etappe wurde bekannt, dass auch der zweifache Etappensieger bei der diesjĂ€hrigen Tour Riccardo RiccĂČ positiv auf EPO getestet wurde.[12] Daraufhin trat sein Team Saunier Duval-Scott nicht mehr zur 12. Etappe an.[13] Tags darauf wurde mit Leonardo Piepoli ein weiterer mit EPO gedopter Fahrer ĂŒberfĂŒhrt. Auch er wurde – wie Riccardo RiccĂȠ– von Saunier Duval-Scott sofort entlassen.

Nach der 18. Etappe wurde der in der Gesamtwertung auf Position 19 liegende Kasache Dmitri Fofonow vom Team Crédit Agricole positiv auf ein Stimulanzmittel getestet.[14]

Am 9. August 2008 wurde bekannt, dass es mit Jimmy Casper den fĂŒnften Dopingfall gab. Es wurden Spuren von Kortison in seinem Urin gefunden.[15] Die Disziplinarkommission des Französischen Radsportverbandes sprach Casper jedoch frei, da der Dopingvorwurf auf eine noch nicht erneuerte Ausnahmeregelung fĂŒr das Mittel zurĂŒckzufĂŒhren sei. Casper, der an Asthma leidet, hatte fĂŒr die letzten zwölf Jahre eine solche Ausnahmegenehmigung, die allerdings am 29. Mai auslief und vor der Tour nicht verlĂ€ngert wurde.

Am 13. Oktober 2008 meldete die französische Sportzeitung L’Équipe, dass der Gewinner der Bergwertung, Bernhard Kohl, ebenso wie sein Gerolsteiner-Teamkollege und Tour-Zimmerkollege Stefan Schumacher bei den Nachkontrollen der Tour de France-Dopingproben durch die französische Anti-Doping-Behörde AFLD positiv auf das EPO-Dopingmittel CERA getestet worden sei.[16] Auch beim Italiener Leonardo Piepoli ist die A-Probe positiv.

Am 15. Oktober 2008 gab Kohl gegenĂŒber dem ORF zu, bei der Tour de France gedopt zu haben. Er verzichtet daher auf die Öffnung der B-Probe.[17]

Bearbeiten Preisgelder

WĂ€hrend der Tour wurden Preisgelder in Höhe von 3,25 Millionen € ausgeschĂŒttet. Jedes Team erhielt ein Antrittsgeld von 51.243 €. Traditionell teilten sich innerhalb der Teams alle Fahrer und Helfer die gewonnenen Preisgelder.

Preisgelder fĂŒr die verschiedenen Wertungen
Platzierung 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. TĂ€glich
Gelbes Trikot Gesamtwertung 450.000 € 200.000 € 100.000 € 70.000 € 50.000 € 23.000 € 11.500 € 7.600 € 350 €
GrĂŒnes Trikot Punktwertung 025.000 € 015.000 € 010.000 € 04.000 € 03.500 € 03.000 € 02.500 € 2.000 € 300 €
Gepunktetes Trikot Bergwertung 025.000 € 015.000 € 010.000 € 04.000 € 03.500 € 03.000 € 02.500 € 2.000 € 300 €
Weißes Trikot Nachwuchswertung 025.000 € 015.000 € 010.000 € 05.000 € – 300 €
Gelbe Rundennummer Mannschaftswertung 050.000 € 030.000 € 020.000 € 12.000 € 08.000 € –
Rote RĂŒckennummer KĂ€mpferischster Fahrer 020.000 € –
Preisgelder bei den Etappen
Platzierung 1. 2. 3. Anmerkung
Etappenwertung 8.000 € 4.000 € 2.000 € gestaffelt bis zum 20. Platz (200 €)
Zwischensprints 0800 € 0450 € 0300 € 45 Zwischensprints wĂ€hrend der Tour
Bergwertung Kat. HC 0800 € 0450 € 0300 € 08 Wertungen wĂ€hrend der Tour
Bergwertung Kat. 1 0650 € 0400 € 0150 € 04 Wertungen wĂ€hrend der Tour
Bergwertung Kat. 2 0500 € 0250 € – 05 Wertungen wĂ€hrend der Tour
Bergwertung Kat. 3 0300 € – 14 Wertungen wĂ€hrend der Tour
Bergwertung Kat. 4 0200 € – 26 Wertungen wĂ€hrend der Tour
Nachswuchsfahrer 0500 € – Schnellster Nachwuchsfahrer der Etappe
KĂ€mpferischster Fahrer 2.000 € – Ausgenommen Zeitfahren
Mannschaft 2.800 € – Schnellste Mannschaft der Etappe
Sonderwertungen
Souvenir Jacques Goddet auf dem Col du Tourmalet fĂŒr den Ersten: 5000 €
Souvenir Henri Desgrange auf dem Col du Galibier fĂŒr den Ersten: 5000 €
Rangliste der Team nach gewonnenen Preisgeldern
Team €
1. Team CSC Saxo Bank 621.210
2. Silence-Lotto 233.450
3. Gerolsteiner 192.370
4. Rabobank 154.250
5. Team Columbia 113.450
6. Cofidis 91.460
7. Garmin-Chipotle 82.570
8. Ag2r-La Mondiale 71.060
9. Caisse d’Epargne 59.510
10. Crédit Agricole 55.450
11. Euskaltel-Euskadi 53.130
12. Liquigas 49.220
13. Française des Jeux 45.780
14. Team Milram 35.490
15. Agritubel 32.540
16. Quick Step 31.470
17. Bouygues Télécom 24.900
18. Barloworld 22.480
19. Lampre 9.840
20. Saunier Duval-Scott 0

Das Team CSC-Saxo Bank um den Toursieger Sastre gewann am meisten Preisgeld. Saunier Duval-Scott erhielt aufgrund des positiven Dopingtests von RiccĂČ keine Preisgelder.

Das Team CSC-Saxo Bank erhielt allein fĂŒr den Gesamtsieg von Sastre 450.000 €.


Bearbeiten Ausgeschiedene Fahrer

Insgesamt schieden 35 Fahrer aus. Somit erreichten 145 Fahrer das Ziel in Paris. CSC Saxo Bank, Milram und Euskaltel-Euskadi beendeten die Tour komplett mit allen neun Fahrern.

Etappe Fahrer Team Grund
DNF 01. Hervé Duclos-Lassalle Cofidis Sturz
DNF 03. Ángel Gómez Saunier Duval-Scott Sturz
DNF 05. Mauricio Soler Barloworld Sturz
DNS 06. Aurélien Passeron Saunier Duval-Scott Sturzverletzungen
DNF 07. Mauro Facci Quick Step Aufgabe
DNF 07. Lilian Jégou Française des Jeux Kollision mit einem Baum
DNF 07. John Gadret ag2r La Mondiale Aufgabe
DNF 07. Christophe Moreau Agritubel Aufgabe
DSQ 07. Magnus BĂ€ckstedt Garmin-Chipotle ZeitĂŒberschreitung
DNS 08. Manuel BeltrĂĄn Liquigas Suspendierung wegen Dopingverdacht: Positive A-Probe nach 1. Etappe
DNF 10. Juri Trofimow Bouygues Télécom Aufgabe[18]
DNS 11. Moisés Dueñas Barloworld Suspendierung wegen Dopingverdacht: Positive A-Probe nach 4. Etappe
DNF 11. Paolo Longo Borghini Barloworld Sturz
DNF 11. Félix Cårdenas Barloworld Sturz
DNS 12. Riccardo RiccĂČ Saunier Duval-Scott Suspendierung wegen Dopingverdacht: Positive A-Probe nach 4. Etappe
DNS 12. Rubens Bertogliati Saunier Duval-Scott Team-RĂŒckzug
Juan José Cobo
David de la Fuente
JesĂșs Del Nero
Josep Jufré
Leonardo Piepoli
DNF 12. Baden Cooke Barloworld Sturz
DNF 14. Nicolas Jalabert Agritubel Aufgabe
DNS 15. Mark Cavendish Team Columbia Erschöpfung[19]
DNF 15. Mark Renshaw Crédit Agricole Aufgabe
DNF 15. Stijn Devolder Quick Step Aufgabe
DNF 15. Óscar Pereiro Caisse d’Epargne Sturz
DNF 16. Sébastien Chavanel Française des Jeux Aufgabe
DSQ 16. Francesco Chicchi Liquigas ZeitĂŒberschreitung
DSQ 17. Jimmy Casper Agritubel ZeitĂŒberschreitung
DNS 19. Damiano Cunego Lampre Sturz auf der 18. Etappe
DNF 19. Christophe Brandt Silence-Lotto Aufgabe
DSQ 19. Fabian Wegmann Gerolsteiner ZeitĂŒberschreitung
DSQ 19. Romain Feillu Agritubel ZeitĂŒberschreitung
DSQ 19. Juan Antonio Flecha Rabobank ZeitĂŒberschreitung

Bearbeiten Einzelnachweise

  1. ↑ a b rad-net.de: Tour: 100 000 Euro Strafe bei Doping-Vergehen abgerufen am 3. Juni 2008
  2. ↑ fr-online.: Verband droht Tour-Teams abgerufen am 4. Juni 2008
  3. ↑ rad-net.de: UCI suspendiert französischen Verband abgerufen am 13. Juni 2008
  4. ↑ rad-net.de: High Road ohne Michael Rogers zur Tour abgerufen am 17. Juni 2008
  5. ↑ radsportnews.net: DĂ€nemark bewarb sich um Tour-Start 2008 abgerufen am 3. Juni 2008
  6. ↑ tour.ard.de Etappen abgerufen am 28. Juli 2008
  7. ↑ rad-net.de: Alle 20 Teams unterschreiben Tour-VertrĂ€ge abgerufen am 7. Juni 2008
  8. ↑ fr-online.de: Angst vor weiteren Doping-FĂ€llen abgerufen am 13. Juli 2008
  9. ↑ Les dĂ©pĂȘches der 11. Etappe auf letour.fr, abgerufen am 16. Juli 2008
  10. ↑ rad-net.de: Schumacher stark - Beltran erster Dopingfall abgerufen am 13. Juli 2008
  11. ↑ fr-online.de: Alles wie immer abgerufen am 13. Juli 2008
  12. ↑ http://tour.ard.de/tdf/aktuell/kw29/ricco_positiv_20080717.htm
  13. ↑ La formation Saunier-Duval s’est retirĂ©e de la course. auf www.letour.fr, abgerufen am 17. Juli 2008
  14. ↑ Spiegel Online: Vierter Fall: Fofonov positiv auf Doping getestet abgerufen am 27. Juli 2008
  15. ↑ live-radsport.ch: Jimmy Casper der 5. Dopingfall der Tour abgerufen am 9. August 2008
  16. ↑ L`Equipe am 13.10.2008
  17. ↑ ORF am 15. Oktober 2008
  18. ↑ Piepoli of Italy wins 10th stage of Tour
  19. ↑ http://tdf.sbs.com.au/tdf2008/news/article/a/2260/h/-Cavendish-pulls-out-of-Tour-de-France

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Commons Commons: Tour de France 2008 â€“ Bilder, Videos und Audiodateien